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Stallbau

Der "Nahe Null Emissionen"-Stall

In Deutschland wird der Bau größerer Schweineställe im Außenbereich immer schwieriger. Gutes Personal legt immer mehr Wert auf einen möglichst angenehmen Arbeitsplatz. Möglichst gute Tiergerechtheit erfordert die Kombination von hoher Tiergesundheit und Verhaltensmöglichkeiten. Sowohl die Umwelt, als auch die in der Umgebung von Tierställen lebenden Menschen wünschen sich möglichst wenig schädliche Emissionen. Ein wichtiger Aspekt ist hier auch ein möglichst geringer Wasserverbrauch zum Schutze der natürlichen Ressourcen. Doch wie lassen sich so viele Anforderungen und Wünsche auf einmal erfüllen?

 

 

Das Stallkonzept

Dieses Konzept wurde von den Spezialisten der A.G. Stalltechnik & Genetik GmbH in Heede entwickelt. Hierbei handelt es sich um ein neues Gesamt-Stall-Tierhaltungskonzept für Sauen, Ferkel und Mastschweine, bei dem mehrere bewährte mit neuen Elementen zum Wohl von Tier, Mensch und Umwelt kombiniert werden.

 

Im Wesentlichen sind dies:

- Dach = Decke, für tragende und säugende Sauen

- Kombinierte diffuse Decke für den Aufzuchtbereich

- Unterdruckgesteuerte Lüftung

- DLG-geprüfte Abluftreinigung

- Wassersparende Technik

- Flüssigmistkühlung mit wöchentlich mehrmaligem Mistabtransport

- Nutzung der Wärme aus der Flüssigmistkühlung zur Heizung der Ferkelnester

- Abferkelbucht mit Ferkelschutzkorb und Freilaufmöglichkeit für die Muttersau

- Möglichst große und möglichst geschlossene Flächen für Tiere und Umwelt

- Gruppenhaltung für Sauen, inkl. Selbstschutz-Fress-Buchten

- Fütterung der Sauen mit Grundfutter (automatisiert), wie z.B. Maissilage

 

Ausgangspunkt des Konzeptes ist es, durch die spezielle bauliche Ausbildung, Schadgasemissionen bereits am Ort der Entstehung zu vermeiden. Dach = Decke und die damit verbundene Strahllüftung sollen dafür sorgen, die Lufttemperatur im Stall zu senken, und möglichst wenig Luftmenge in den Mistbereich gelangen zu lassen. Bessere Luft bedeutet weniger Belastung für die Atemorgane von Mensch und Tier, und damit auch einen deutlich geringeren Medikamenteneinsatz. Die ergänzende DLG-geprüfte Abluftreinigung schont Umwelt und Anwohner.

 

 


Wesentliche Elemente des Konzepts

Zur Verbesserung der Tiergerechtheit

Den Tieren wird deutlich mehr Raum, als gesetzlich gefordert, zur Verfügung gestellt. Der neuartige, vollautomatische Einsatz von Maissilage ermöglicht den Tieren das Wühlen, bei gleichzeitiger Futteraufnahme.

Die Wasserversorgung erfolgt über spezielle Wasserleitungen und Tränknippel. Diese ermöglichen den Tieren die jeweils optimalen Mengen in kurzer Zeit und frisch aufzunehmen. Gleichzeitig werden Wasserverluste durch das Gesamtsystem deutlich reduziert.

Wenige Tage nach der Geburt kann der Ferkelschutzkorb geöffnet werden. So kann sich die Sau in den kühleren Bereich, weg vom warmen Ferkelnest, legen. Zudem wird dieser so kühlere Sauenbereich die Ferkel dazu bringen sich mehr im Ferkelnest aufzuhalten, was Ferkelverluste, insbesondere in der Freilaufsituation, weiter verringern dürfte.

Der tragenden Sau wird durch den Einsatz von Selbstschutz-Fress-Liege-Buchten im Rahmen der Gruppenhaltung zu einem besonders stressfreien Leben verholfen.

Den Ferkeln wird durch Einsatz eines Ferkelschutzkorbes geholfen. Der säugenden Sau kann die freie Bewegung innerhalb der Abferkelbucht ermöglicht werden. Die Ferkel werden Wurfweise abgesetzt, und auch Wurfweise in der Ferkelaufzucht untergebracht.



Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Ausgangspunkt ist die Verbesserung der Luftqualität, durch entsprechende Flüssigmistkanäle mit Entmistungstechnik. Durch die Dach = Decke Konstruktion und die so entstehenden großen Räume verbessert sich die Arbeitssituation erheblich. Hitze kann sehr gut nach oben steigen. Der Lichtfirst sorgt für ein gleichmäßig verteiltes Tageslicht, mit weit über 3% der Stallgrundfläche. Die lärmschluckende Gestaltung der Decke ermöglicht ein angenehmes Arbeiten. Gerade im Abferkelbereich wird durch die Anordnung aller Abferkelbuchten in einem Raum das Management erheblich vereinfacht.

Das verbesserte Stallklima kommt den im Betrieb arbeitenden Menschen zugute, die Belastung der Atemwege z. B. durch Ammoniakemissionen sinkt.  Da die Tiere gesünder und ausgeglichener sind, fällt auch der Umgang mit ihnen leichter.

 

Zur Verbesserung der Betriebs- und Arbeitswirtschaft

Betriebswirtschaftlich spart das Konzept hohe Investitionen zur Erschließung von Außenstandorten. Es ist eine relativ hohe Akzeptanz der Bevölkerung zu erwarten, was Genehmigungskosten deutlich senken hilft. Die Verbesserung des Tierwohls in Kombination mit der Verbesserung des Stallklimas, insbesondere von Sau und Ferkeln, trägt zu einer Leistungssteigerung bei.

Besonderen Wert wird auf Maßnahmen gelegt, die die Produktivität - und damit auch die Wirtschaftlichkeit - erhöhen. So wird z. B. vom Futter bis zu den Tieren alles gewogen.

Arbeitswirtschaftlich sind Entlastungen zu erwarten, da z.B. die höhere Fläche pro Sau genutzt wird, um das Produktionsmanagement zu entlastet. Der Einsatz von Maissilage zur Beschäftigung und Fütterung der Tiere wird automatisiert, so dass hier kein zusätzlicher Arbeitsaufwand entsteht. Auch der Einsatz von Flüssigmistsystemen ist trotz des Einsatz der Maissilage weiterhin problemlos möglich, da Schieber zur Entmistung eingesetzt werden.

Ferner bedeuten weniger Krankheiten, weniger Medikamenteneinsatz und weniger Stress auch Arbeitszeiteinsparung.

 

Zur Verbesserung der Umwelt- und Energiesituation

Das Gesamtkonzept ermöglicht es, Emissionen aus Tierhaltungen auf nahe Null zu reduzieren. Die hohen Räume bieten etwa dreimal mehr Luftraum pro Tier, und ermöglichen so deutlich geringere Luftwechselraten. Das integrierte Lüftungs- und Wärmetauscherkonzept ermöglicht deutliche Energieeinsparungen.

In Deutschland wird häufig von Energieverbräuchen pro Ferkel von bis zu 40kWh, inklusive Wärme,  berichtet. In Dänemark wird bei ähnlichen Stallsystemen wie dem hier beschriebenen über einen Energieverbrauch von etwa 10 kWh berichtet.

Der Einsatz von Grundfutter steigert den Wert der Gülle für die Biogasanlage. Da der Flüssigmist außerdem frisch und unverändert ist, kann mit einer deutlich höheren Energieausbeute in der Biogasanlage gerechnet werden.

 



 

 

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